Als am Ende des 17. Jahrhunderts das Osmanische Reich seine grösste Ausdehnung erreicht hatte, versuchten die Türken unter Grosswesir Kara Mustafa Pascha, die Kaiserstadt Wien einzunehmen und damit das Tor nach Mitteleuropa aufzustossen. Mit 140.000 Soldaten schloss er 1683 die Stadt ein, in der gerade 11.000 Mann unter Waffen standen. In der folgenden, 60-tägigen Belagerung gruben die Türken Tunnel bis unter die Stadtmauern, die sie dann mit Sprengsätzen zum Einsturz bringen wollten. Diese standen kurz vor der Detonation, als am 11. September das polnisch-deutsche Entsatzheer mit Truppen aus dem Heiligen Römischen Reich (Österreich, Bayern, Franken, Sachsen, Schwaben) und der Republik Venedig unter der Führung Polens eintraf. Die Schlacht wurde am 12. September entschieden, als die polnischen Elitetruppen der Flügelhusaren (Husaria) unter dem Oberkommando von König Johann III. Sobieski in der grössten Kavallerieattacke aller Zeiten vom Kahlenberg herab die osmanische Elite der Sipahi und Janitscharen vernichtend schlugen und ins feindliche Lager eindrangen.

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