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Das nennt man Angst: Die Rütlibesucher
sollen am 1. August an Brunnen vorbeigelotst werden.
29.06.2006
Rütli-Schiffe umfahren Brunnen
Die Rütlibesucher sollen am 1. August an Brunnen vorbeigelotst werden.
Am 1. August soll es in Brunnen nicht mehr zu Aufmärschen von Rechtsextremen
kommen. Deshalb wird eigens
eine
neue Schiffsstation gebaut.
Wer kein Ticket hat, darf nicht aufs Rütli: Die Weisungen der Organisatoren
für die Bundesfeier 2006 sind klar.
Doch das Dorf Brunnen ist weiterhin für alle frei zugänglich also auch für
allfällige rechtsextreme Demonstranten.
Werden sich demnach die Szenen aus den vergangenen Jahren wiederholen, als
Hunderte Skinheads rechtsextreme
Parolen skandierend durch Brunnen marschierten? Wird es gar zu
Zusammenstössen zwischen rechten und linken
Demonstranten kommen, falls Letztere eine Bewilligung für eine Demo in
Brunnen erhalten? «Nein», glaubt Urs Koller,
Gemeindepräsident der Gemeinde Ingenbohl, «wir haben jetzt wirklich alle
erdenklichen Massnahmen ergriffen,
um diesem Spuk ein Ende zu bereiten.»
Per Bus zum Schiff
So werden die Besucher der Rütlifeier nicht mehr in Brunnen das Schiff
besteigen können, sondern nur noch an
einem extra dafür gebauten Schiffssteg ausserhalb des Dorfes. «So
entflechten wir die Probleme», sagt der
Schwyzer Regierungsrat Kurt Zibung. Die Besucher werden am Bahnhof und an
der Schiffsstation Brunnen von
einem Shuttlebus abgeholt, der sie zu einem Kontrollposten ausserhalb des
Dorfes bringt. Dort überprüfen
Polizeibeamte die Billette und die Identität der Besucher. Nur wer diese
Kontrolle passiert hat, kann wieder in den
Bus steigen und zur provisorischen Schiffsanlegestelle weiterfahren.
Standort noch unbekannt
Wo diese genau zu stehen kommt, ist noch nicht klar in Frage kommen
mehrere Standorte zwischen Brunnen
und Gersau. Laut Kurt Zibung ist beispielsweise die Parkierungsfrage noch
nicht gelöst. Sicher ist nur, dass am
1. August weder von der offiziellen Schiffsstation noch vom Föhnhafen
Schiffe zum Rütli fahren.
«Vertrauen in die Polizei»
Ganz an Brunnen vorbei lotsen lässt sich der Besucherstrom mit diesen
Massnahmen nicht. Werden die Skinheads
dies ausnützen und beispielsweise beim Bahnhof aufmarschieren, wo ihnen die
Aufmerksamkeit der Rütlibesucher
sicher ist? «Da habe ich einfach vollstes Vertrauen in die Polizei», sagt
Urs Koller dazu. Auch dass es beim
Schiffssteg ausserhalb des Dorfes zu Aufmärschen kommen könnte, glaubt er
nicht.
Für die Schifffahrtsgesellschaft SGV bringt der 1. August 2006 ärgerliche
Umtriebe. «Der 1. August ist einer der
frequenzstärksten Tage im Jahr», sagt SGV-Direktor Stefan Schulthess. Dass
an diesem Tag nur noch 2300
Besucher aufs Rütli dürfen, bedeute für die SGV einen Umsatzverlust. Auf den
restlichen Schiffslinien verläuft
der Betrieb fahrplanmässig auch die Station Brunnen wird normal bedient.
Doch ist nicht auszuschliessen, dass
die besondere Situation auch auf dem übrigen See zu Buche schlägt. Eine
Prognose wagt Schulthess nicht,
hält jedoch fest: «Für uns ist dies sicher keine lukrative Entwicklung.»
Brunnen ohne Festumzug
«Mit einem Umzug wird die Problematik auf das ganze Dorf verzettelt.»
«Wir lassen uns nichts diktieren, weder von linken noch von rechten
Extremisten», sagt der Ingenbohler
Gemeindepräsident Urs Koller. Aus diesem Grund werden am 1. August der
Festakt und das Feuerwerk im gleichen
Rahmen wie bis anhin stattfinden. Eine gewichtige Änderung wird es aber
dennoch geben: Der traditionelle
Festumzug wird für dieses Jahr abgesagt. «Mit einem Umzug wird die
Problematik auf das ganze Dorf verzettelt»,
begründet Koller diese Massnahme. Das endgültige Aus für den Festumzug sei
die diesjährige Absage aber nicht,
bekräftigt Koller: «Ich hoffe, dass wir die 1.-August-Feierlichkeiten im
Jahr 2007 wieder ohne jegliche
Einschränkungen durchführen können.»
Öffentliches Leben eingeschränkt
Durch das neu eingeführte Ticketsystem mit Polizeikontrolle für die
Rütlifeier kann Brunnen wesentlich entlastet
werden, ist der Schwyzer Regierungsrat Kurt Zibung überzeugt. Und auch für
die Sicherheit der Bevölkerung ist
laut Zibung bestens gesorgt. «Ich kann Ihnen versichern, das wir
ausreichende personelle sowie materielle
Sicherheitsmittel bereitstellen können», sagte er am Montagabend an der
Ingenbohler Gemeindeversammlung.
Durch den massiven Polizeieinsatz könnten das öffentliche Leben und der
Verkehr in Brunnen aber gewisse
Einschränkungen erfahren.
Flugblatt für Bevölkerung
Doch auch Zibung kann nicht ausschliessen, dass es bei Auseinandersetzungen
zu Personen- und Sachschäden
kommen könnte. Um schon im Vorfeld des 1. Augusts bestmöglich zu
orientieren, wird die Polizei zusammen
mit der Gemeinde Ingenbohl ein Infoblatt für die Bevölkerung erarbeiten.
Quelle: NeueLuzernerZeitung, 26.04.2006
Das nennt man ANGST:
Anstatt vielleicht noch neue Städte aus dem Boden zu stampfen, Bevölkerungen
umzusiedeln und unterirdische
Zugänge zu bauen, täte man gut daran das Fest auf dem Rütli zu
demokratisieren...
Wenn man natürlich weiterhin mit provokanten Reden sich eine gewünschte
Realität vorgaukeln möchte, bleibt den
Eliten nichts anderes übrig, als die freiwillig aufs Rütli kommenden
Besucher zu selektieren und Jubeltruppen einzuladen.
Diese ganzen Massnahmen
empfinden wir als unwürdig für eine 1. August Feier. Es macht uns wütend,
wie unser nationales Heiligtum militarisiert und zur Hochsicherheitszone
ausgebaut wird.
Patriot.ch
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Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
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