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20.05.2007

Manche Meldungen sind dermaßen unbegreiflich, dass man sie beim ersten
Lesen gar nicht richtig glaubt. So erging es uns bei der Nachricht, dass der
Dschihad-Förderer und mit dem
festen Willen zur Vernichtung Israels ausgestattete Hamas-Chef Ismail
Haija (Foto) in der Schweiz herzlich willkommen zu sein scheint. Die
Einladung zu einem Besuch des bekennenden
Israel-Hassers Anfang Juni kommt - wie könnte es anders sein - vom einem
Grünen-Politiker, dem Präsidenten der Gesellschaft Schweiz-Palästina, Daniel
Vischer. Es wäre der erste
Besuch eines Hamas-Führers in Europa.
Vischers Begründung für die Einladung liest sich so
«Wir finden es es wichtig, dass europäische Regierungen Kontakt mit den
offiziell gewählten Repräsentanten aufnehmen. Zu diesen Regierungen zählt
auch die Schweiz», betonte
Vischer, Zürcher Nationalrat der Grünen. Und: «Einladungen und darauf
folgende Gespräche beschleunigen unserer Ansicht nach den Friedensprozess.»
Nach dem bekannten Prinzip der Linken,
zuerst einmal das Medienecho abzuwarten, hält sich Vischer mit der
Bekanntgabe des genauen Besuchstermins noch etwas bedeckt:
Ein genaues Datum für den Besuch wurde
aber schon damals nicht genannt. Das Eidgenössische Departement für
auswärtige Angelegenheiten hatte im März als Voraussetzung für
eine Zusammenarbeit gefordert, dass das Handeln der palästinensischen
Regierung auf Dialog und friedlichen Mitteln beruhe. Da sich der
innerpalästinensische Machtkampf zwischen
verfeindeten Anhängern der Hamas und der Fatah in den letzten Wochen
wieder verschärft hat, dürfte sich der Besuch von Haniya weiter verzögern.
Es ist unerträglich, dass sich Schweizer
Grünen-Politiker wie Daniel Vischer veranlasst sehen, den antisemitischen
Hamas-Führer, der, wie er immer wieder betont, "Israel nie
anerkennen wird", in Europa als "Dialogpartner" salonfähig zu machen.
Andy Meier
an Daniel Vischer
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