Die Berichte rund um den
Karikaturen- Streit überschlagen sich von Tag zu Tag. In der
Welt der Medien wird
uns auf eindrückliche Art und Weise vor Augen geführt, zu
welch gewalttätigen Akten religiös- motivierte
Fanatiker im nahen und mittleren Osten im Stande sind.
Einmal mehr zeigt und bestätigt sich, dass wir in
Europa und im speziellen in der Schweiz – im Bezug auf
Andersdenkende, wie auch Andersgläubige – ein völlig
anderes, sehr differenzierteres Verständnis an den Tag
legen. Im Gegensatz zur arabischen, wie auch zur
muslimischen Weltanschauung leben wir das Gebot der
Meinungs- und Pressefreiheit im Einklang mit dem Recht
auf Religionsfreiheit offen und fair aus. Ein elementar
wichtiger Grundstein in einer direkten Demokratie, welcher
unbeirrt der Vorkommnisse in den genannten Gebieten
weiterhin hochzuhalten ist – mit allen rechtsstaatlichen
Mitteln und aller politischer Kraft.
Es wäre beschämend, wenn wir uns von solchen Leuten, mit
derart brutalen Absichten, geisseln lassen und damit
unsere altgedienten Werte und Traditionen über Bord werfen
würden. Menschen, die in ihrem eigenen Land als
selbst ernannte Volksbefreier, in der Funktion eines
Selbstmordattentäters, nicht einmal vor Anschlägen auf
Schulen und anderen sozialen Einrichtungen halt machen,
gehören meiner Ansicht nach weder zu unserer Kultur
noch dürfen sie in unserer Gesellschaft eine Heimat finden.
Es liegt auch an uns, diesem Phänomen der Extremisten
entgegenzutreten, indem wir uns wieder vermehrt auf unsere
landeseigene Identität besinnen und damit die
Tugenden der Schweizerischen Eidgenossenschaft inbrünstig
und aus Überzeugung ausleben.
Bernhard Diethelm, Vorderthal